Wie früher. Nur besser.

Wie früher nur besser

In seinem neuem Programm ist Johannes Kirchberg ganz der Alte. Aber schwer in Mode. Äußerlich mit gut sichtbaren „Gebraucht-aber-geliebt-Spuren“, doch innerlich topp und auf dem neuesten Stand.

Wie eine nagelneue Jeans, die erst durch ihren angesagt abgerissenen Vintage-Style ein Schweinegeld wert ist. Oder das Digitalradio, das im hölzernen Retro-Design daher kommt. Mit USB, WLAN und CD. Oder wie das neueste Küchenmöbel im Shabby-Chic.

So ist auch der neue Kirchberg. Außen betonen graumelierte Haare seinen Antik-Stil, der neue Anzug ist Retro-Retro, und die Lachfalten markieren den modernen Used-Look – so wie seine blauen Flecken unterm weißen Hemd: Spuren, die sich sehen lassen können.

Innen aber läuft Johannes auf der neuesten Version: Kirchberg 2.0.1.7. – seine neuen Lieder zielen fröhlich in die Mitte des Lebens und treffen dort alte Bekannte. Recycelte Songs sind voll ausgereift – und die Texte stürzen sich weiter lustvoll von einer Lebenskrise in die nächste. Kirchbergs neue Melodien sind spätestens beim zweiten Hören so, als hätte man sie schon mal gehört: Echte Hits eben. Zum Mitlachen. Getreu dem Motto: Traurig sein können wir auch noch morgen. Und dabei wie immer mit Charme, augenzwinkernder Weisheit und dem typisch hintergründigem Witz.

Wie früher. Nur besser.

Eben.

2017 erhielt das Programm den 2. Preis beim «Fränkischen Kabarettpreis»



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